Wie wirkt es?

Anders als bei klassischen Modellierkursen kommt es bei der Arbeit am Tonfeld nicht auf ein vorzeigbares Ergebnis (etwa eine Vase oder ähnlichem), sondern auf den Prozess und die Freude am selbstwirksamen Tun an.




Sucht das Kind Selbstberührung und Kontakt zu sich oder anderen, ist das „Matschen“ mit Ton und Wasser die Methode der ersten Wahl.

Sucht es Halt und Widerstand, wird es vielleicht den gesamten Ton aus dem Feld herausnehmen und seine Hände hineingraben oder es lässt sich vom Begleiter die Hände „einpacken“.

Sucht es Gleichgewicht, so teilt es womöglich den Ton in zwei gleich große Teile, an denen es sich wie an Steuerknüppeln festhalten kann.

Die Methode basiert auf den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologen C.G. Jung, J. Piaget und D.W. Winnicott. Erfunden wurde das Tonfeld von Heinz Deuser, Professor für Kunsttherapie.  Nach Deuser wird im Tonfeld inneres Bewegtsein "sichtbar, greifbar, und daher wandelbar.“

In der Arbeit am Tonfeld kann ein Kind sowohl aktuelle Schwierigkeiten an den Ton abgeben, sich verausgaben, als auch Entwicklungsschritte aus früheren Phasen spielerisch nachholen. Der Ton ist ein ideales Material, um Gefühle auszudrücken und so die eigene Persönlichkeit zu stärken.
Beim Arbeiten mit dem Ton reaktiviert das Kind selbstständig verborgene Kraftquellen und überwindet dadurch innere Blockaden und Schwierigkeiten.

Die Arbeit am Tonfeld unterstützt damit die gesunde kindliche Entwicklung. Durch die Stimulierung der Handinnenflächen werden Sinnes- und Nervenbahnen gleichermaßen angesprochen.